seit einer woche ist es soweit: ich schlafe im bunker, arbeite im bunker. neben dem schulhaus in der mehrzweckanlage ist mein feuchtes, dunkles, stickiges und enges loch. knapp 40 personen schlafen in einem Raum der gerade mal 10m auf 10m gross ist. mein handtuch wurde die ganze woche nicht trocken. wenigstens ist es angenehm kühl dort unten. die gops ist verglichen zum bunker in dem ich hausen muss riesig, trocken und hell. dort lässt es sich aushalten. tageslicht gibts zwar immer noch keines und wir dürfen uns möglichst wenig an der oberfläche blicken lassen, wegen allfälligen klagen der spitalbewohner. blutspenden war ich auch noch. wenigstens für einen morgen ausserhalb dieses lochs. die pausen werden so oft wie möglich im freien verbracht. wer freiwillig im bunker hockt, dem wünsche ich mein beileid.
letzten freitag wollte das kader doch tatsächlich in unmittelbarer nähe des schulhauses mit der pistole manipulieren. /me verweigert. nach kurzer zeit wurde die übung abgebrochen, da ein kind die männer im tarnanzug doch gesehen hatte. zum glück. die führung muss mehr verantwortung übernehmen und auch auf die zivilbevölkerung rücksicht nehmen. sie reden doch gross davon, dass wir ein gutes bild der armee hinterlassen sollten. mit solchen hirnlosen übungen gelingt das sicher nicht.
so, genug geklagt
nur noch fabelhafte 12 tage bis ich aus der grünen hölle entlassen werde. dann wird gefeiert. der zug plant ans openair frauenfeld zu gehen
und mein französisch brauche ich auch sehr oft, da die russen einen besseren teamgeist als die bourbins besitzen.
grüsse an alle, die jetzt sommerferien haben. in zwei wochen ist es auch so weit. interrail durch nordeuropa (im august dann
